30.10.2014

Für Menschenrechte und juristische Zeitgeschichte

Der Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz, Heiko Maas, hat den „Fritz Bauer Studienpreis für Menschenrechte und juristische Zeitgeschichte“ gestiftet. Der Preis erinnert an Fritz Bauer, den Initiator des Frankfurter Auschwitz-Pozesses. Mit dem Preis werden herausragende Arbeiten des rechtswissenschaftlichen Nachwuchses ausgezeichnet, die sich mit Leben, Werk oder Lebensthemen Fritz Bauers befassen. Der Preis ist mit einem Preisgeld von 5000 Euro verbunden.

Heiko Maas über den Preis: „Fritz Bauer hat sich für die Demokratie eingesetzt, als das viel zu wenige Juristen in Deutschland taten. Er hat gegen große Widerstände in der Justiz das Unrecht der Nazis vor Gericht gebracht. Und er hat sich stets für ein modernes und humanes Strafrecht engagiert. Fritz Bauer hat seinen Beruf als Richter und Staatsanwalt als Verpflichtung verstanden, sich für die Demokratie und die Menschenrechte stark zu machen. Zu seinen Lebzeiten war er verfolgt, verhasst und umstritten; heute ist Fritz Bauer ein Vorbild für allen Juristinnen und Juristen. Deshalb habe ich diesen Preis gestiftet.“